Naturpark Puez-Geisler

Seceda (Archiv Amt für Natur, Foto Alfred Erardi)
Seceda (Archiv Amt für Natur, Foto Alfred Erardi)

Das Geschichtsbuch der Erde

Der Naturpark Puez-Geisler kann als "Dolomitenbauhütte" bezeichnet werden. Geologen finden darin sämtliche für die Dolomiten typischen Gesteinsarten, Ablagerungsschichten und Verwitterungsformen.

Verkarstete Hochflächen, majestätische Wandfluchten, sanft gewellte Almwiesen vor zerklüfteten Bergsilhouetten, tief eingeschnittene Erosionstäler und dunkle Nadelwälder sorgen für landschaftliche Vielfalt. Diese ist auf so engem Raum nur selten anzutreffen.

Der Naturpark Puez-Geisler wird im Norden vom Würzjoch und im Süden vom Grödner Joch begrenzt. Im Osten reicht das Gebiet zum Gadertal (Kampill, Untermoj), im Westen ins Villnösser und bis zum Grödner Tal. Den nördlichen Teil des Gebietes beherrschen die Aferer und die Villnösser Geisler und der Peitlerkofel. Im südlichen Bereich liegen die Hochfläche von Gherdenacia, Sassongher, Puez (mit dem Langental) und die Cirgruppe.

Der Naturpark wurde 1999 erweitert und umfasst nunmehr eine Fläche von rund 10.729 ha. Daran Anteil haben die sieben Gemeinden. Das sind Abtei, Corvara, Villnöss, St. Martin in Thurn, St. Ulrich, St. Christina in Gröden und Wolkenstein in Gröden. Abgesehen von Villnöss handelt es sich um ladinische Gemeinden. St. Ulrich liegt im Westen, St. Martin in Thurn/San Martin de Tor im Osten. St. Christina/Santa Crestina, Wolkenstein/Sëlva, Abtei/Badia und Corvara liegen hingegen im Süden. 

Der Naturpark ist Teil des europaweiten Schutzgebiets-Netzwerks Natura 2000. Dieses hat vorrangig den Schutz der Lebensräume sowie der wild lebenden Tier- und Pflanzenarten zum Ziel. Die rechtlichen Grundlagen für dieses Projekt bilden die europäische Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie und die EU-Vogelschutzrichtlinie. Das Land Südtirol hat zu diesem Zweck Erhaltungsmaßnahmen genehmigt. Hier finden Sie finden Sie die wichtigsten Dokumente zu den einzelnen Natura-2000-Gebieten.

Für jeden Naturpark ist ein Führungsausschuss eingesetzt. Darin vertreten sind gebietsmäßig betroffene Gemeinden, Naturschutzverbände, Verbände für Landwirte und Bauern sowie die einzelnen Fachressorts der Landesverwaltung. Im Führungsausschuss sitzt zudem ein Sachverständiger auf dem Gebiet der Naturwissenschaften.

Übersichtskarte Naturpark Puez-Geisler
Übersichtskarte Naturpark Puez-Geisler
Übersicht

Fläche: 10.729 ha
Höhenunterschied: 1.499 m
gegründet: 1978
Dekret zur landschaftlichen Unterschutzstellung

Gemeinden:
Villnöß: 8.106 ha, davon 27% im Naturpark
St. Ulrich:  2.425 ha, davon 41% im Naturpark
St. Christina in Gröden:  3.183 ha, davon 28% im Naturpark
Wolkenstein in Gröden:  5.327 ha, davon 39% im Naturpark
Corvara:  4.213 ha, davon 26% im Naturpark
Abtei: 8.294 ha, davon 12% im Naturpark
St. Martin in Thurn:  7.634 ha, davon 32% im Naturpark

Naturparkhaus Puez-Geisler

Naturparkhaus Puez-Geisler

Adresse: 
St. Magdalena, Trebich 1
39040 Villnöß

Tel.: +39 0472 842523
E-Mail: info.pg@provinz.bz.it

Infostelle Dolomiten UNESCO Welterbe Zans

Infostelle Dolomiten UNESCO Welterbe Zans

Adresse:
Zans
39040 Villnöß

Tel.: +39 0472 840180
E-Mail: info@villnoess.info

Schon gewusst?

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Erfahre mehr über den Naturpark Puez-Geisler. Hier findest Du einige Informationen über Geologie, Arten und Lebensräume sowie die Geschichte des Gebietes.

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Natura 2000 ist das europäische Netzwerk von Schutzgebieten. Es soll natürliche und naturnahe Lebensräume sowie wild lebende Tier- und Pflanzenarten langfristig schützen und die Artenvielfalt erhalten.

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Das Amt für Natur führt Studien über verschiedene Pflanzen- und Tierarten durch. Voraussetzung für einen wirksamen Naturschutz sind zudem Kenntnisse über wertvolle Lebensräume.

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Natur erleben, Landschaft genießen und den Blick schärfen - so lautet unser Motto für die Naturerlebniswege. Diese sollen einen Einblick in die Besonderheiten der Naturparks gewähren.

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Unsere "Virtual Tours" liefern Panorama-Blicke und vermitteln vorab eine Idee der einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft der Südtiroler Naturparke.

Seit Sommer 2009 sind die Dolomiten als Welterbe der UNESCO ausgewiesen. Ausschlaggebend dafür waren die landschaftliche Schönheit der Dolomiten sowie deren geomorphologische und geologische Bedeutung. In die Welterbeliste werden, nach sorgsamer Auswahl, weltweit herausragende und einzigartige Natur- oder Kulturgüter aufgenommen. Für die internationale Gemeinschaft ist der Erhalt dieser Güter besonders wichtig. Den Dolomiten und somit auch dem Naturpark Puez-Geisler ist die höchstmögliche Auszeichnung für Naturgüter zuteil geworden. Diese Auszeichnung bedeutet aber auch eine besondere Verpflichtung und Verantwortung hinsichtlich Schutz und nachhaltiger Entwicklung dieser außergewöhnlichen Bergregion.

Letzte Aktualisierung: 02/02/2026